Unsere Anfänge:
Bereits seit der Jugend suchte ich den Kick mit frisiertem Essen. Nur leider war früher das Angebot an Chili und anderen Scharfmachern hier in der Schweiz ziemlich beschränkt. Eines Tages im Jahre 2019 fand ich in einem Baumarkt eine riesige Auswahl an Chilissamen in allen Farben und Schärfen, dies musste also versucht werden. Der erste Versuch war bescheiden, aus 26 Samen wollten gerade 2 Pflanzen wachsen.
Im nächsten Jahr versuchte ich es erneut mit etwas verfeinerten Methoden und natürlich viel mehr Samen. Es gediehen diesmal viel zu viele Pflanzen, als dass ich diese schafen Früchte selbst noch hätte essen können, also entstand der Gedanke der Vermarktung, was im Kollegenkreis auf feurige Begeisterung stieß...
Als ich dann einen Webshop zum Verkauf erstellte, musste dieser ja irgendwie bekannt werden, also packte ich im Jahre 2021 die Gelegenheit an den Adventsmarkt Hindelbank zu gehen un meine Produkte und meinen Webshop aktiv zu bewerben. Als absoluter Märitneuling traf dieser noch kleine Stand ins Schwarze. Weitere Anfragen für weitere Märkte, darunter auch Kunstausstellungen folgten.
Der Anfang am Adventsmarkt Hindelbank 2021.
Von Samen ins Glas:
Der Anbau der doch etwas anspruchsvollen Pflanzen, sowie die Verarbeitung in Eigenregie als Kernkompetenz hat sich als ziemliches Alleinstellungsmerkmal herausgestellt. Die Samen wurden einmal über verschiedene Kanäle beschafft und nun verwenden wir nun vermehrt eigene Samen, da sich diese verschiedenen Kanäle als eher unzuverlässig bezüglich Qualität herausgestellt.
Es ist jedes mal ein Wunder, wenn die Samen keimen.
Die Samen werden selbst gezogen, wobei da auch viel Erfahrung selbst angeeignet werden musste. Chilis sind zum Keimen grosse Divas. Zudem haben sie, als tropische Pflanze verständlich, einen grossen Wärmebedarf.
Frisch gekeimte Chilipflanzen.
Die Aufzucht erfolgt in sauberer Umgebung, so kann vollständig auf Pestizide verzichtet werden.
An einem sonnigen Tag kann man ihnen fast beim Wachsen zuschauen.
Der Grossteil kommt dann im Frühling ins Treibhaus, die experimentellen Sorten und die Lieblinge sind in Töpfen im Garten. Dies bedeutet natürlich eine grosse Wachsamkeit bezüglich Gewitter und Frost.
Die frisch gesetzten Pflanzen.
Dann beginnt die Pflege. Durch manuelles Jäten wird das Unkraut im Schach gehalten.
Die Bestäubung der unzähligen Blüten übernehmen unsere kleinen geflügelten Helferlein. Die Hummeln besuchen einem zudem gerne bei dem wöchentlichen Jätdurchgang auf den Knien.
Die Wespen, Marienkäfer und andere Insekten halten wirkungsvoll die Blattläuse im Schach. Bei den Freilandchilis findet man den ganzen Sommer über keine einzige Laus.
Die Ernte erfolgt von Hand, was mit einiger Übung relativ schnell geht und meistens sogar ohne Ernteschere vonstatten geht. Die Verarbeitung der Früchte iat auch reine Handarbeit. Eine Maschine für die verschieden Formen gibts noch nicht. Dabei wird jede Chili einzeln auf ihre Qualität geprüft.
Das Räuchern der Chilis wird in einem selbst extra für diesen Zweck gebauten Räucherofen durchgeführt. Das genaue Vorgehen ist natürlich ein Geheimnis, auch wegen verschiedener schmerzhafter, ja verbrennende Chilis brennen teuflisch in der Lunge, Erfahrungen.
Das Räuchern erfolgt nach einem geheimen Verfahren.
Auch die weitere Verarbeitung wird manuell ausgeführt, auch da ist ziemlich viel Eigenentwicklung drin. Alle Rezepturen sind in einem Rezeptbuch aufgeschrieben und diese werden bei der Herstellung der Produkte akribisch befolgt.
Die Herstellung der Salze wird von Hand in einem Mörser durchgeführt.
Auch die Geschenksets werden selbst gefertigt, dadurch kann auch auf Kundenwünsche eingegangen werden. Auch kann dadurch einen günstigen Preis garantiert werden.
Die Herstellung der Geschenksets erfolgt ebenfalls in Eigenregie.
Die Vermarktung:
Die Vermarktung erfolgt via diesem Webshop und durch verschiedene Märite. Durch diese Direktvermarktung können faire Preise direkt an unsere Kunden weitergegeben werden. Da es ein reines Hobby ist, und wir nicht davon leben (können), sind die Preise so gestaltet, dass die zugekauften Materialien (Glas, oder zB. Erde) gerade gedeckt sind. Die viele Handarbeit kann definitiv nicht vollständig angerechnet werden, da steckt zuviel Arbeit pro Chili drin.
Der typische Märitstand.
Wer sind Wir?
Simon:
Der mit dem Grünen Daumen. Ich kümmere mich um die Anzucht der Pflanzen, die Herstellung der Produkte, den Betrieb und den Versand des Webshops. Manchmal auch etwas ungeduldig, aber Pflanzen lehren einem Geduld. Auch als der "schärfste Schütze im Seeland" bekannt.
Chilimueter:
Meine Mutter, auch als Chilimutter bekannt, wässert im Sommer die durstigen Pflänzchen. Daneben schneidet und trocknet sie praktisch die gesamte Ernte in unzähligen Stunden Arbeit. Manchmal kann man sie auch zum Jäten einspannen.
Hummel:
Kümmert sich liebevoll um die fachgerechte Bestäubung der Blüten. Denn ohne ihre Arbeit könnten wir nichts ernten. Wildbienen und seltener Honigbienen besitzen die selbe Ausbildung und helfen bei dieser aufwändigen Arbeit mit.
Wespe:
Sie bekämpft ganz ohne Pestizide sämtliche Blattläuse. Unterstützt wird sie von den Marienkäfern.